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Pfarreiengemeinschaft Saarbrücken Malstatt


Osterzeit

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit Anfang des Krieges in der Ukraine sehen wir in den Medien, wie Frauen und ihre Kinder das Land verlassen müssen. Sie fliehen auch alleine, oder mit ihren Kindern. Ihre Männer müssen dableiben, um zu kämpfen. Der Krieg hat sie getrennt. Vielleicht für immer....

Tausende Frauen und Kinder mussten in eine unbekannte und fremde Welt fliehen. Mir ist eine sehr junge Frau mit einem Baby auf ihrem Arm besonders aufgefallen. Verzweifelt, traurig, resigniert und unsicher hat sie die rumänische Grenze übertreten. Sie schützte liebevoll das Baby vor der Kälte. Hauptsache, es geht dem Baby gut. Ihr wollte ein
Reporter ein paar Fragen stellen, aber die Tränen haben sie am Antworten gehindert.

Wie geht es weiter mit ihr und ihrem Baby? Was kann sie trösten? Gibt es überhaupt Trost für sie?

Der Monat Mai ist Maria, der Gottesmutter, gewidmet. Sie wird sehr oft mit Jesus als Baby in ihren Armen dargestellt. Mutter und Kind. Und oft wird Maria mit einem liebevollen, fürsorglichen aber traurigen Gesicht gezeigt.

Warum wurde sie so dargestellt? Ich wollte lieber eine lächelnde, eine glückliche Maria sehen. Sie war doch die Mutter Gottes. Jesus als Baby, ja, den kennt man, die dramatischen Umstände seiner Geburt auch. Seine Eltern sollen den Neugeborenen gewindelt und in einen Futtertrog, eine Krippe gelegt haben. Kurz darauf fliehen Josef und
Maria auf Geheiß eines Engels mit ihrem Baby nach Ägypten, um das Leben des Babys zu retten. Und später steht Maria unter dem Kreuz seines Sohnes. Das Leiden ihres Sohnes hat sie tief getroffen.

Und in ihrem Herzen trägt sie auch die vielen ukrainischen Opfer, die Millionen von Flüchtlingen, die auseinandergerissenen Familien, die allein gelassenen alten Menschen, die zerstörten Leben. In ihrem Herzen trägt sie uns alle. Und trotz allen Leids haben wir an Ostern gewagt, das Leben zu feiern. Wie haben wir gefeiert? Wie feiern wir weiterhin als Kirche, als Gemeinde das Leben? Wir zeigen Solidarität durch caritative  Einsätze, Friedengebete, Empathie und Liebe füreinander. Voller Vertrauen kommen wir besonders in diesem Monat zu Maria, Mutter Gottes und unserer Mutter und bitten sie um Leben und Frieden. 

Cristina Patrasc, Gemeindereferentin


Über Gott und die Welt - Angebote mit der Bibel

Bibelgespräche

Herzliche Einladung zu unseren neuen Bibelgesprächen einmal monatlich Dienstags um 19 Uhr im Pfarrsaal St. Josef!

Bibelgespräche


Bible talk

Welcome to our next ecomenical Bible talk in English on Sunday June 12th at 6 pm in Pfarrsaal St. Josef.

Together we study the Bible and learn English.

We are people from different countries. For most of us English is a second language.

So feel free to join us even if  your English skills feel more like "Denglisch".

After the Bible talk we'll spend some time together chatting and having a small snack.

For further information please contact Marion Bexten, Gemeindereferentin.


Erfolgreich abgeschlossen: Spendenaktion für die Schule von Father Anthony in Mampong, Ghana

Erfolgreich abgeschlossen: Spendenaktion für die Schule von Father Anthony in Mampong, Ghana
Die St. Joseph Secondary School in Mampong in Ghana ist eine weiterführende Schule, die derzeit von rund 2.000 Schülerinnen und Schülern besucht wird.

Ihre Zahl hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Etwa 90 % der Kinder und Jugendlichen leben im Internat der Schule, die anderen kommen aus der direkten Umgebung und können somit bei ihren Familien leben. 162 Lehrerinnen und Lehrer sind an dieser Schule tätig.

Bisher gibt es nur im Haus des Internats Toiletten. Im Gebäude der Schule gibt es bisher keine Sanitäranlagen. Damit haben die Schülerinnen und Schüler, die nicht im Internat leben, und auch das Lehrpersonal keine Möglichkeit, während des Schultages eine Toilette zu benutzen. Dies soll sich nun ändern!

Die Schule plant direkt an der Schule eine Mädchen- sowie eine Jungentoilette zu errichten, die jeweils aus 8 Toilettenkabinen bestehen soll. Die Kosten hierfür werden mit rund 7.000, - € veranschlagt. Die Schule selbst hat schon Eigenmittel in Höhe von 2000 Euro gesammelt. Kirchliche Gruppen in Malstatt und in Alt-Saarbrücken versuchen nun, Spenden in Höhe von 5000 Euro einzuwerben. Mit Stichtag 10.4.2022 beträgt der Spendenstand rund 5500 Euro. Vielen Dank allen, die gespendet haben. 

Unsere Kontaktperson nach Mampong ist Fr. Anthony Antwi Boasiako, der in Saarbrücken als Priester arbeitet und der aus Mampong stammt. 

Schauen Sie dazu doch auch ein kleines Video an.

Ihre Spende für das Projekt können Sie überweisen an:

Spendenkonto Kirchengemeinde St. Jakob (!), IBAN DE84 5905 0101 0000 0281 91 bei der Sparkasse Saarbrücken, Verwendungszweck: Sanitärgebäude Ghana
 


Es ist Krieg. Ein ratloser Psalm.

Aufgeschreckt bin ich, Ewiger, reibe mir zitternd die Augen, ein Traum muss es sein, ein schrecklicher, ein Alptraum.

Entsetzt höre ich die Nachrichten, kann es nicht fassen,

Soldaten marschieren, kämpfen und sterben. Es ist Krieg.

Der Wahn eines Mächtigen treibt sie zu schändlichem Tun, mit Lügen hat er sie aufgehetzt, mit dem Gift seiner Hassreden.

In den Kampf wirft er sie, missbraucht ihre Jugend, missbraucht ihre Kraft, erobern sollen sie, töten sollen sie, sein Befehl ist eiskalt.

Seine Nachbarn hat er zu Feinden erklärt, ein Zerrbild gemalt, in den dunkelsten Farben seiner wirren Machtphantasien.

Niemand wagt ihm zu widersprechen, seine Claquere halten still, ein Marionettentheater umgibt ihn, das er höhnisch bespielt.

Seine Bosheit hat Raffinesse, listig und schamlos geht er voran, die Versuche ihn umzustimmen liess er ins Leere laufen,

umsonst sind sie angereist aus besorgten Ländern, Friedensappelle und Warnungen liessen ihn kalt.

Angst und Schrecken verbreiten sich, blankes Entsetzen, wieviele Verletzte wird es geben, wieviel Tote?

Wann wird die gefrässige Gier des Tyrannen gesättigt sein, wann der Blutstrom versiegen, wann werden die Waffen schweigen?

Hilflos starre ich auf die Bilder und Meldungen, meine Fäuste voll Wut, in meinen Augen regnet es.

Fahr den Kriegstreibern in die Parade, Ewiger. Allen! Leg ihnen das Handwerk, lass sie straucheln und fallen.

Wecke den Mut und den Widerstand der Rückgrat-Starken, lass das Volk sich erheben und die Verbrecher entlarven.

Nicht entmutigen lassen sollen sich alle, die an den Frieden glauben, die unverdrossen ihre Stimme erheben, für Verführer immun sind.

Sei unter denen, die nicht schweigen, die nicht wegschauen, die nicht achselzuckend sagen, was kann ich schon bewirken.

Höre unser Beten, unser Schreien, es töne in Deinen Ohren, unsere Angst um die Welt unserer Kinder und Kindeskinder.

Sie hast Du uns in die Hände gegeben, Deine Welt ist die unsrige, In die die Hände fallen soll sie nicht den Machthungrigen ohne Gewissen.

Nie werde ich verstehen, warum Du dem allen nur zusiehst, Deine Hand nicht eingreift und die Tyrannen zerschmettert.

Mach Dich gefasst auf meine zornigen Fragen, wenn wir uns sehen werden, später, in diesem rätselhaften Danach, Deinem geheimnisumwobenen Himmel.

Dann will ich Antworten, will Erlösung und endgültigen Frieden, jetzt aber will ich nicht aufgeben, zu tun was, ich tun kann,

damit wir jetzt und auch künftig den Namen verdienen,  den wir so selbstverständlich als unseren eigenen tragen,

und ehrlich und glaubwürdig und unverhärtet berührbar, als menschlicher Mensch unter menschlichen Menschen leben.

Text: Stephan Wahl. Facebook