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Man sieht Fotos von vier verschiedenen Kirchen

Herzlich Willkommen

Saarbrücken St. Josef

Die Pfarrei besteht aus den Kirchen St. Josef, St. Albert, St. Paulus und St. Antonius sowie den Saarbrücker Stadtteilen Malstatt, Rodenhof und Rußhütte. 

Hier finden Sie nützliche Informationen zu vielfältigen Themen rund um unsere Pfarrei. Lernen Sie unsere Kirchen kennen und die Menschen, die dort in Gruppen und Gremien aktiv sind. Oder erfahren Sie wie Sie Ihr Kind zur Taufe anmelden können. Für weitere Fragen und Gespräche steht unser Seelsorgeteam und die Pfarrbüros gerne zur Verfügung.

Impuls zu Ostern

Die Frauen gingen morgens früh zum Grab. Die Kräuter und Salben, die
sie mit sich trugen, stehen dafür, dass sie das Immer-schon-Gewesene
erwarteten: Der Tote in der Grabhöhle, der natürliche Prozess der
Verwesung hat bereits eingesetzt.
Das, was sie vorfanden, sprengte die Trauer, die Schwere, den
Überdruss, die Verzweiflung, im Labyrinth des todgeweihten Lebens
letztlich gefangen zu sein. Jeder Mensch stirbt eines Tages. Und er ist
wahrscheinlich das einzige Lebewesen, das darum weiß. Dem Tod ist
kein Entkommen. Auch für Jesus, den sie verehrten und liebten, dem
sie in ihrer Liebe die Ewigkeit wünschten, nicht.
Und dann war alles anders. Der erste Vorbote war der weggerollte
Stein. Der freie Weg ins Grab und heraus. Die Frauen wunderten sich.
Doch reichte ihre Vorstellungskraft nicht für das, was sie erwartete.
Im Grab die Engel: Er, den ihr sucht, ist nicht hier. Er, von dem ihr hier
nur mehr den toten Körper erwartet, dieser Jesus ist auferstanden und
lebt.
Wie anders, als voller Erschrecken, konnten die Frauen reagieren? Und
waren es gerade deswegen zuerst die Frauen, die die Osterbotschaft
erfuhren? Sie waren die Machtlosen damals, wie so oft auch heute. Die
Mächtigen mögen keine Veränderung, sie verteidigen den Status quo.
Maria hatte es bereits in ihrem Magnifikat früh vorweggenommen: „Er
stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.“ (Lk 1,52)
Die Niedrigen der Gesellschaft hören: Gott hat alles neu gemacht. Er
hat der Gewalt nicht das Recht überlassen. Der, der am Kreuz
ermordet wurde, er lebt.
Er ist auferstanden: Er lebt. Sein Leben ist ganz neu und anders. Er
lebt in der neuen Welt Gottes. Es ist nicht vorläufig. Es ist keine
Wiederbelebung zum späteren Tode hin. Es ist endgültig. Jesus ist der
Erste in Gottes neuer, vollendeter Schöpfung.
Ostern, das ist das Fest der Grundlegung von Gottes neuer Welt. Und
wir sind mit dem auferstandenen Jesus Christus dazu berufen, ihre
Bürgerinnen und Bürger zu sein. Halleluja!
Ihre Gemeindereferentin
Marion Bexten