Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies. Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Pfarreiengemeinschaft Saarbrücken Malstatt


Der Mensch - die Krone der Schöpfung?

Der Titel „Krone der Schöpfung“ wird meist nur noch spöttisch oder auch zynisch ausgesprochen. Wissen wir doch alle um die besorgniserregende Situation, in die sich die „Krone der Schöpfung“ in all den Jahren gebracht hat. Bei dem Wort Krone fallen mir spontan die Ereignisse der letzten Tage bzw. Wochen ein:
Der Tod der Königin von England, an dem die ganze Welt großen Anteil nahm. Im Nachruf auf die Queen wurden immer wieder ihre persönlichen Stärken betont:
sie war mutig, beständig, verantwortungsvoll, versöhnlich, verbindend und bewahrend, verständnisvoll, stark und authentisch. Eine Herrscherin, eine fürsorgliche Königin, die mit und für ihr Volk lebte.

Herrschen im Sinne von Fürsorge und Verantwortung. Das „dachte“ wohl auch Gott, als er den Menschen zum Sachverwalter seiner Schöpfung machte, zum Hirten und Hüter der Welt (Gen 1,26). Er schuf
den Menschen nach seinem Ebenbild, gab ihm somit eine herausgehobene Stellung, eine königliche Würde, damit er die von ihm geschaffenen Lebensräume schützen und erhalten soll.

Allerdings – und das ist nicht zu leugnen – hat der Mensch seinen Job ziemlich schlecht gemacht. Die Welt leidet unter der ökologischen Krise, verursacht durch die Rücksichtslosigkeit menschlichen Handelns.
Gottes Schöpfung – an die Wand gefahren?

Darüber muss ich oft nachdenken. Vor allem dann, wenn ich in den Nachrichten von Waldbränden in unglaublichem Ausmaß höre, von Überflutungen, von mehr als 800 Millionen Hungernden, von gequälten
und geschändeten Tieren in der Massentierhaltung usw. usw. Ja, ich könnte da noch mehr aufzählen. Missstände, die mich ohnmächtig machen und verzweifeln lassen. Vielleicht kennen Sie das
ja auch und können mir nachempfinden.

Und dennoch feiern wir jedes Jahr das Fest Erntedank. Oder gerade deshalb?
Ein Dankeschön an Gott für das, was wir Gutes bekommen haben und dafür, dass die Welt bis heute noch erhalten ist. Danken für das Vertrauen, das Gott in uns Menschen legt, indem er uns seine Erde anvertraut. Das stärkt und ermutigt, immer wieder aufs Neue für die Erhaltung der Welt Verantwortung zu übernehmen und sich für alles, was auf ihr lebt, einzusetzen. Jedem Leben das Recht auf wertschätzenden Umgang und respektvolle Behandlung geben. Auch das gehört zum Fest Erntedank.

Gisela Baltes bringt „unseren Auftrag“ in ihrem Text sehr gut zum Ausdruck und genau auf Punkt: 

Naturrechte, Gut sein, gerecht sein, das Rechte tun, jedem sein Recht geben. Rechte erkennen, Rechte anerkennen, Menschenrechte, Tierrechte, Pflanzenrechte, Erdrechte, Wasserrechte, Luftrechte.
Naturrechte. Der Natur ihr Recht geben. Sanft, liebevoll, behutsam.
Sie freundlich um ihre Gaben bitten, nicht hochmütig abtrotzen und dann den erzwungenen Überfluss aus Gewinnsucht, aus politischem Kalkül vernichten, verbrennen, auf riesigen Halden verrotten lassen.
Der Natur ihr Recht zurückgeben. Aufhören, zu unserem Vorteil millionenfaches Leid und Elend anderer Kreaturen herbeizuführen, schweigend zu dulden. Der Natur ihr Recht erhalten.
Sie nicht mit immer perfekteren Mitteln gigantisch ausbeuten, flächendeckend zerstören, lückenlos ausrotten, sie nicht mit immer gewagteren Technologien ihrem Untergang entgegentreiben.
Jedem sein Recht! Für alle das gleiche Recht:
Der Mensch, nicht Krone der Schöpfung, sondern nur einer von vielen gleich kostbaren Edelsteinen in der Krone der Schöpfung. Ich wünsche uns Menschen hier in Saarbrücken und allen Menschen auf der Welt, dass wir es hinbekommen, fair und gerecht, königlich und wertschätzend, behütend und bewahrend, mit Gottes guter Schöpfung umzugehen, für sie einzustehen und –wenn es nötig ist – auch für sie
aufzustehen! 
Christine Mick, Gemeindereferentin


Theologie der Rätearbeit und spirituelle Praxis in Sitzungen

Forum zur Rätearbeit: Theologie der Rätearbeit und spirituelle Praxis in Sitzungen

Dienstag, 15. November 2022, 19 bis 21 Uhr

Der christliche Glaube und der Einsatz für seine Werte in Kirche und Gesellschaft
sind auch heute eine wichtige Motivation für viele, sich in den kirchlichen Räten
ehrenamtlich zu engagieren.
Im Horizont der Trierer Bistumssynode, die die besondere Würde und Bedeutung
der Getauften und ihres allgemeinen Priestertums stark betont hat, werden im
online-Forum die Motivationsquellen Glaube, Spiritualität und Theologie für die
Rätearbeit aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick genommen.
Außerdem geht es um praktische Anregungen, wie Spiritualität in Gremiensitzungen
einen guten Ort finden und ihre Kraft entfalten kann.

Referenten:
Dr. Thomas Equit (Organisationsberatung) zusammen mit
Dr. Thomas P. Fößel (Referent für die Räte im Bistum Trier).

Link für Videoanruf:

https://meet.google.com/wuh-kajy-hvk
(keine Anmeldung erforderlich)

oder telefonisch: +49 40 8081619198
PIN: 420 519 537#


Neues aus den Verwaltungsräten

In St. Albert wurde Frau Marta Wojtunik am 30.6. nachgewählt. Sie ersetzt Philipp Mayer, der seinen Erstwohnsitz nicht mehr im Gebiet der Kirchengemeinde hat. Ihm danken wir für seinen engagierten Einsatz und freuen uns, dass er uns weiterhin als Mitarbeiter erhalten bleibt. Der Rat besteht nunmehr aus: Jürgen Buchholz, Albrecht Langenbahn, Evita Samson, Adolphe Touna, Marta Wojtunik, sowie Pastor Schikofsky.
Sollte sich ein weiteres Gemeindemitglied zur Mitarbeit bereitfinden, könnte auch der vakante 6. Platz eines/einer Gewählten vergeben werden. Der Rat beschäftigt sich derzeit unter anderem mit dem Zustand der Glocken. Bei den jüngsten Wartungsarbeiten wurden verfügt, dass zwei Glocken vorläufig nicht mehr läuten sollen.

In St. Marien werden wir am 1. und 2. Oktober eine Wahl durchführen. Wir bitten die Gemeindemitglieder von St. Marien, Vorschläge für die Mitarbeit im zu wählenden Rat einzureichen. Name und Adresse, sowie Unterschrift des Kandidaten/der Kandidatin und der vorschlagenden Person müssen enthalten sein. Abgabefrist 26.8.2022. Bisher gibt es zwei Kandidaten-Meldungen. Zu wählen wären vier, eigentlich sollten dafür der wählenden Gemeinde acht Vorschläge gemacht werden. Allerdings kann auch dispensiert werden von der Zahl der Mitglieder und der Zahl der Kandidat*innen. Die Aufgabe des Rates wird es voraussichtlich sein, über Verkauf und Weiterentwicklung des Standorts St. Marien Beschlüsse zu fällen. Ein Wertgutachten liegt inzwischen vor. Interessenten haben sich schon umgeschaut. In Ermangelung eines Verwaltungsrates ist Pastor Schikofsky derzeit zum Verwalter bestellt, vorläufig längstens bis Ende Oktober.

Der Verwaltungsrat St. Josef hat durch den Tod von Gerhard Brockhoff
seinen langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden verloren. Hier wie anderenorts wird er sehr fehlen. Der Rat besteht formell aus zehn gewählten Mitgliedern und dem Pastor. Durch die Amtsverzichte von Roland Blasius und Peter Bender waren davor schon zwei weitere Sitze frei geworden. In einem ersten Schritt hat der Rat nun Björn Zierold nachgewählt. Weitere Mitglieder sind: Angelika Schneider, Cornelia to Berens-Lamy, Franz Robert Ahrweiler, Helmut Clos, Heinz König, Markus Lafontaine, Dr. Rudolf Mohr und Pastor Schikofsky, sowie mit Gaststatus Uwe Schneider als ständiger Vertreter des Pfarreienrates. Herrn Bender danken wir an dieser Stelle nochmals für seine treue jahrelange Mitarbeit in der Vermögensverwaltung der Kirchengemeinde St. Josef, früher auch schon in St. Antonius. Ein wichtiges Vorhaben des Verwaltungsrates ist seit zwei Jahren die Vorbereitung einer umfassenden Renovierung des Pfarrhauses St. Josef. Dabei geht es um ein neues Dach, um die Fassade, um die Herstellung von Begegnungs- räumen im Erdgeschoss und die Unterbringung der Büros (bis auf das Pfarrbüro selbst) in der ersten Etage. Die Zukunftsplanung auch für die anderen Standorte, St. Antonius und St. Paulus, ist eine Aufgabe, die dem Rat ständig vor Augen steht. Dabei sind die seelsorglichen Ideen und Gesichtspunkte, die gesamte Kirchenentwicklung in Saarbrücken, wie auch die finanziellen Chancen und Risiken entscheidende Faktoren. Für die beiden vakanten Sitze im Rat werden Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Sie können Vorschläge mit der Einverständniserklärung der Kanditat*innen und mit ihrem eigenen
Namen im Pfarrbüro einreichen bis zum 26.8.2022






Kinderkirche

Jeweils einmal im Monat bieten wir in St. Paulus und in St. Albert parallel zum Sonntagsgottesdienst eine Kinderkirche an.

Herzliche Einladung an alle Kinder!  

Die genauen Termine und den jeweiligen Ort finden Sie jeweils im Pfarrbrief.


Aktuelle Infos zum Sanitärprojekt in Ghana

Seit November 2021 sammelten kirchliche Gruppen in Malstatt und in Alt-Saarbrücken Spenden für ein Projekt in Ghana: Die St. Joseph Secondary School in Mampong braucht ein Sanitärgebäude. Nun können wir vermelden: Das Spendenziel in Höhe von 5.000,- € wurde inzwischen überschritten. Inzwischen ist eine Spendensumme in Höhe von über 6.100,- € eingegangen.

Herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben.


Zur Erinnerung: Die Schule möchte eine Mädchen- sowie eine Jungentoilette errichten, die jeweils aus 8 Toilettenkabinen bestehen soll. Die Kosten hierfür wurden mit rund 7.000,- € veranschlagt, wobei insgesamt 2.000,- € aus Eigenmitteln der Schule erbracht werden sollen. Eine Herausforderung stellt die weiter stark anwachsende Schülerzahl an der Schule (inzwischen ist die Schülerzahl von 2.000 auf rund 2.700 gestiegen), die die Schule einerseits logistisch, andererseits finanziell vor eine Herausforderung stellt. Hinzukommen die weltweit gestiegenen Preise für Baumaterialien. Dennoch sind wir zuversichtlich, noch in diesem Jahr mit dem Bau der Sanitäranlagen für die Schule in Mampong beginnen zu können.

Unsere Kontaktperson nach Mampong ist Fr. Anthony Antwi Boasiako, der in Saarbrücken als Priester arbeitet und der aus Mampong stammt. 

Schauen Sie dazu doch auch ein kleines Video an.

Ihre Spende für das Projekt können Sie überweisen an:

Spendenkonto Kirchengemeinde St. Jakob (!), IBAN DE84 5905 0101 0000 0281 91 bei der Sparkasse Saarbrücken, Verwendungszweck: Sanitärgebäude Ghana